Logo Klosterwald Menü Außenansicht mit See – Kloster Wald – Gymnasium – Intenat – Lehrwerkstätten
18.03.2026

"Freue dich!"

So lautet die lateinische Übersetzung von Laetare, einem Fest inmitten der Fastenzeit, welches als Moment des Aufatmens und zugleich der Vorfreude auf das bevorstehende Osterfest gilt. Aber nicht nur deswegen stellt das Laetare-Wochenende einen Höhepunkt im Walder Schulkalender dar, sondern auch, weil sich dann ein sehr großer Teil der Schulgemeinschaft in einem festlichen Rahmen des intensiven Austauschs zusammenfindet.

Am Morgen des 14. März begrüßte erst Schulseelsorgerin Andrea Wahl alle in der Walder Pfarrkirche St. Bernhard, ehe Vikar Jörg Künning von der Katholischen Kirchengemeinde Meßkirch-Sauldorf und fünf Ministrantinnen feierlich in die Kirche einzogen und so die Messe begann. Zeno Bianchini, Kantor der Stadtpfarrkirche St. Oswald in Stockach, begleitete den Einzug an der Orgel, während der Schulchor sowie das Schulorchester auf der Empore ihren Platz einnahmen. Sodann folgte das Lied „Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht."

Im Anschluss daran ergriff der Vikar das Wort zu einer längeren Predigt, welche inhaltlich Bezug auf die Blindenheilung durch Jesus im Johannes-Evangelium nahm. Dabei holte Jörg Künning zunächst in eine andere Richtung aus: dem Erfüllen der Erwartungen, die Eltern an jedes Kind haben. Er illustrierte dies mitunter am eigenen Beispiel, aber auch etwa am elterlichen Wunsch, dass das Kind dem Klavierspielen genauso zugetan sein solle. Der (wahrscheinliche) Frust darüber auf beiden Seiten – die Erwartungen nicht zu erfüllen und nicht erfüllt zu haben – sei dann groß. Analog dazu sei der Blinde im Johannes-Evangelium jemand, der es nicht mehr schaffe, das Positive zu sehen. Und hier sei es Jesus, der initiativ werde, indem er ausspuckt und einen Teig kreiert; er habe nämlich ein Interesse an dem Blinden und dessen Erlösung. Doch die Initiative allein reiche nicht aus. Bemühen, mit Jesus in Kontakt zu treten, sich den Sakramenten zu widmen, sei notwendig – dies zeige sich im Waschen als aktivem Beitrag zur eigenen Heilung seitens des Blinden. Nachdem Jörg Künning auch die gesellschaftlichen Folgen für den ehemals Blinden dargelegt hatte, konnte er eindrucksvoll zeigen, dass sich eben insgesamt ein Prozess vollziehe: Erst zum Schluss nämlich erkenne der Geheilte Jesus als Messias an. Das Evangelium sei somit als Einladung zu verstehen, schrittweise eine Beziehung zu Jesus zu entwickeln, die nie den Anspruch haben dürfe, perfekt zu sein, resümierte der Vikar.

Weitere Höhepunkte der Messe waren unter anderem die vorgetragenen Fürbitten von zwei Schülerinnen der zehnten Klassenstufe, die musikalische Darbietung von „I will follow you" durch das Querflötenensemble unter Leitung der Lehrkräfte Magdalena Vallendar und Tirza Klauser sowie mit Begleitung durch Andrea Wahl am E-Piano und Annalena Harsch am Schlagzeug – und die weitere musikalische Untermalung durch den Schulchor sowie das Schulorchester und Herrn Bianchini. Ein großes Dankeschön gebührt auch Messmerin Susanne Kuhn für die Mithilfe beim Gottesdienst.

Den restlichen Vormittag sowie frühen Nachmittag füllten Gespräche zwischen Lehrkräften und Erzieherinnen auf der einen und der Elternschaft auf der anderen Seite. Ab 15.30 Uhr begann dann das Musik- und Sportprogramm in der Turnhalle. Den Auftakt bildeten die Darbietungen des Schulorchesters unter Leitung von Lehrkraft Gudrun Hafner. Gerade zum Schluss hin vermochten die Stücke das Publikum regelrecht mitzureißen und zu begeistern, auch weil Filmmusiken wie „Der Pate", „Jurassic Park" oder ein „James Bond"-Mashup von Vielen schnell erkannt worden waren. Auch hier agierten Schulseelsorgerin Andrea Wahl am Flügel und Annalena Harsch am Schlagzeug unterstützend mit.

Den Abschluss des musikalischen Programms bildete der große Schulchor unter Leitung von Lehrkraft Isabell Marquardt, welcher in seine Darbietung des Songs „Believer" von Imagine Dragons nicht nur ansprechende Percussion-Elemente als Intro, sondern auch passende Bewegungen zur Untermalung der Songstruktur eindrucksvoll einwob.

Verschiedene Klassen zeigten nun noch ihr mit ihren Sportlehrinnen ausgearbeitetes „Bewegungskönnen". Den Auftakt machte Klasse 5a mit einem dynamischen Tanz. Daran knüpften die beiden sechsten Klassen mit mal „turnerischeren", mal „tänzerischeren" Elementen an. Die Krönung war der allseits beliebte „Jumpstyle" der 6a zum Schluss, der mit wummernden Beats das Publikum zum Mitklatschen animierte. Eine neue Richtung schlug dann noch die Klasse 8b mit ihrer Hip-Hop-Interpretation ein. Schon deren Weg zur Bühne, der aus dem Abklatschen mit vielen Zuschauer:innen bestand, sorgte für ausgelassene Stimmung. Am Ende der Show hatte die Heimschule Kloster Wald einmal mehr ihre große Vielseitigkeit gezeigt und dabei ihre tolle Schulgemeinschaft eindrucksvoll zur Schau gestellt.

Text: André Kiefer

Fotos: André Kiefer und Joachim Ott

 

zurück
powered by webEdition CMS