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22.12.2025

Unser Advent – Ein zuversichtlicher Rückblick

Der Advent ist für uns Christen eine besondere Zeit: eine Zeit der Vorbereitung auf Weihnachten, das Fest der Geburt Jesu Christi. Das Wort „Advent" kommt vom lateinischen adventus und bedeutet „Ankunft", die Ankunft Gottes in Jesus Christus. Für viele von uns ist diese Zeit geprägt von Hoffnung, Vorfreude und einem freudigen Erwarten – aber manchmal ist da auch Ungeduld. Gerade deshalb lohnt es sich, einmal innezuhalten und mit Dankbarkeit auf das zurückzublicken, was wir gemeinsam erleben durften.


An unserer Schule ist der Advent reich an liebgewonnenen Traditionen. Den feierlichen Auftakt bildete am 28.11.2025 unser jährlicher Adventsbasar, der mit großem Engagement von der gesamten Schulgemeinschaft getragen wurde. Besonders die SMV, allen voran die Jahrgangssprecherinnen der Klassenstufe 12, übernahm in diesem Jahr unter der Begleitung von Verbindungslehrerin Ramona Fischer-Weiß verantwortungsvoll und selbstständig die Organisation.
An den liebevoll gestalteten Ständen fanden sich selbstgebastelte Dekorationen, Kerzen, Gebäck sowie Arbeiten aus unseren Werkstätten. Der festlich geschmückte Kreuzgang, begleitet von den Klängen wandernder Chöre, lud zum Verweilen ein und schuf eine warme, einladende Atmosphäre. Ein schönes Zeichen des Wachstums unserer Schulgemeinschaft war zudem die Erweiterung des Basars durch unsere neue Realschulklasse.


Seit vielen Jahren verbindet der Adventsbasar die Vorfreude auf Weihnachten mit gelebter sozialer Verantwortung. Zwei Drittel der Einnahmen werden traditionell gespendet. In diesem Jahr entschied sich die Klassenstufe 12 für die Nachsorgeklinik Tannheim als Spendenziel und stellte mit viel Eigeninitiative den Kontakt her, sodass die Klinik auch mit einem eigenen Stand vertreten war.


Am 1. Dezember begann die Sternchenzeit, eine Briefaktion, die Schülerinnen und Mitarbeiterinnen klassenübergreifend und anonym miteinander verbindet. Über die Adventszeit hinweg entstanden so kleine Zeichen der Nähe und Wertschätzung, die am letzten Schultag vor den Ferien aufgelöst wurden. Ergänzt wurde diese Aktion erstmals durch die Möglichkeit, kleine Geschenke über die SMV zu versenden: der erste Sternchentag war geboren.


Auch der Nikolaus ließ es sich am 8.12. nicht nehmen, Kloster Wald zu besuchen. Mit viel Aufmerksamkeit beschenkte er unsere Schülerinnen im Jenner, selbstverständlich vergaß er auch nicht jene, die an diesem Tag eine Klausur schrieben. Mittwochs lud zudem die Adventspause im Jenner, gestaltet von Schulseelsorge und Achtsamkeitsgremium der SMV, dazu ein, in Geschichten und Gedanken Weihnachten näherkommen zu lassen.


Unter dem Sternchen-Mobile fanden die traditionellen Treppenhausandachten statt, die von unserer engagierten Seelsorge gestaltet und vom Querflötenensemble unter der Leitung von Magdalena Vallendar musikalisch begleitet wurden. Kleine Atempausen im Schulalltag, die Raum für Ruhe und Besinnung schenkten.


Ein besonderer Höhepunkt war das gemeinsame Adventskonzert am 18.12. Nach der Eröffnung durch das Querflötenensemble der Klasse 5 unter der Leitung von Magdalena Vallendar begeisterte Amalia Steinmetzer mit einer solistischen Interpretation von „Morgen Kinder wird's was geben", nach und nach stiegen die Waldlerchen unter der Leitung von Frau Marquardt und das Orchester unter der Leitung von Frau Hafner ein. Im Folgenden wechselten sich Orchester und Solistinnen ab –Antonia Baumgarten am Kontrabass, Annalena Harsch am Marimbaphon mit vier Schlegeln, Marie-Helene Lübbecke an der Viola, Paulina Hollacher im Gesang, unterstützt durch ein Streicherquartett. Das Vokalensemble, bestehend aus Schülerinnen der Mittel- und Oberstufe, Mitarbeiter:innen und Freunden der Schule, brachte gesangliche Abwechslung und die Musical-AG Bewegung auf die Bühne, mit Ihrer Choreografie zum Abschlusslied des „Kleinen Prinzen".
Erfüllt von dieser festlichen Stimmung wurde schließlich auch die Spendensumme des Adventsbasars bekanntgegeben: Dank der großen Unterstützung aller Beteiligten kamen 6.920 Euro zusammen, die nun der wertvollen Arbeit der Nachsorgeklinik Tannheim zugutekommen. Gemeinschaftlich beendeten wir das Konzert dann unter Begleitung aller Musikerinnen und Alexander Schlegel an der Orgel mit dem Kirchenlied „Macht Hoch die Tür", in welches alle Anwesenden einstimmten. Noch lange nachdem das letzte Instrument verstummt war, hallten die Klänge dieses Abends nach.


Am letzten Schultag versammelte sich die Schulgemeinschaft zu einer gemeinsamen Weihnachtsandacht. Andrea Wahl erinnerte uns dabei an die Bedeutung des Wartens im Advent, daran, dass Wachstum Zeit braucht und sich nicht erzwingen lässt. So wie eine Pflanze, die nicht schneller wächst, wenn man an ihr zieht, dürfen auch wir darauf vertrauen, dass sich Entwicklung im eigenen Tempo vollzieht.


Unsere Adventszeit war reich an Begegnungen, Musik, Stille und gelebter Gemeinschaft. Der Blick zurück erfüllt mit Dankbarkeit. Viele helfende Hände haben diese Zeit möglich gemacht – Hände, die in Wald immer gereicht werden. Diese Traditionen tragen unsere Hausgemeinschaft und machen das Warten auf Weihnachten leichter und schöner.
Nun steht Heiligabend kurz bevor. Schülerinnen, Lehrkräfte und Erzieherinnen sind in die Ferien aufgebrochen, dürfen aufatmen und neue Kraft schöpfen. Mit Zuversicht blicken wir dem neuen Jahr entgegen – im Vertrauen darauf, dass das Gute bleibt und weiterwächst.

 

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