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Die Heimschule Kloster Wald bietet neben der gymnasialen Ausbildung die Möglichkeit, einen handwerklichen Beruf zu erlernen. In drei Lehrwerkstätten, der Damenschneiderei, Schreinerei und Holzbildhauerei werden die Schülerinnen von Meisterinnen und Meistern professionell zur Gesellenprüfung geführt.

Die Ausbildung beginnt im G8-Zug mit der Klasse 9. In den Klassen 9 bis 12 haben die Schülerinnen an einem Nachmittag in der Woche Unterricht in der Werkstatt, nach dem Abitur folgt eine ganztägige Ausbildungszeit. Sie endet für die Holzbildhauer und Schreiner im Februar, für die Schneider im März nach dem Abitur mit der Gesellenprüfung, die von den Prüfungskommissionen der Innungen der Handwerkskammer abgenommen wird. Die Ausbildung verbindet Theorie und Praxis, denn beide Bereiche sind Gegenstand der Gesellenprüfung. Jedes Jahr schließen etwa 30 bis 40 Schülerinnen die Lehre erfolgreich ab. Es waren zahlreiche Kammer- Landes- und sogar Bundessiegerinnen aus dem Leistungswettbewerb der Handwerksjugend darunter.

Die Mädchen schätzen diese praktische Tätigkeit, in der sie ihre schöpferischen und handwerklichen Fähigkeiten verwirklichen können und die ihnen während der Schulzeit eine Entspannung vom schulischen Alltag bietet. Außerdem haben sie mit den selbst gefertigten Stücken ein Erfolgserlebnis, das für die Persönlichkeitsbildung wesentlich ist. In der Ausbildungszeit lernen sie Genauigkeit im Arbeiten, Materialgerechtigkeit und konsequente Handarbeit: Fertigkeiten, die eine Frau im Leben gut gebrauchen kann. Die Zeit nach dem Abitur dient auch zu einer gründlichen Berufsfindung, denn die handwerkliche Qualifikation ist für viele Studien- und Berufsgänge eine sehr nützliche Ergänzung. Die Mädchen schätzen den offiziellen Abschluss der Ausbildung auch dann, wenn sie die handwerkliche Qualifikation nicht unbedingt für ihren späteren Beruf brauchen.

Dieser Abschluss dient einer ganzheitlichen Persönlichkeitsbildung von unschätzbarem Wert.
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